Oralchirurgie

Zahnärztliche Chirurgie

In der Oralchirurgie geht es um operative Eingriffe, z. B. Implantationen und Knochenaufbau, Wurzelspitzenresektionen und Weisheitszahnentfernungen. Sie zählt zu den Schwerpunkten unserer Praxis. Viele unserer Zahnärzte sind gleichzeitig Oralchirurgen (= Fachzahnärzte für Oralchirurgie). Sie haben nach ihrem Studium der Zahnmedizin eine vierjährige Weiterbildung absolviert. Auch unsere übrigen Zahnärzte verfügen über hohes Fachwissen und langjährige Erfahrung in diesem Bereich.

Oralchirurgie

Unser Konzept: minimalinvasive und gewebeschonende Verfahren

Insbesondere in der Oralchirurgie ist es uns wichtig, minimalinvasiv und gewebeschonend vorzugehen. Wir wenden schmerzarme Behandlungsverfahren an und arbeiten mit feinen Instrumenten und Hightech-Verfahren wie Piezosurgery®. Denn je kleiner eine Wunde ist, desto schneller und einfacher verläuft in der Regel die Heilung.

Eingriffsräume für Vollnarkose

Wir können auch komplizierte oralchirurgische Eingriffe, die eine Vollnarkose oder Analgosedierung erfordern, in unserem Haus durchführen – dank umfassend ausgestatteter Eingriffsräume.

PRGF (patienteneigene Wachstumsfaktoren)

Bei diesem innovativen Verfahren werden patienteneigene Wachstumsproteine (PRGF = plasma-rich growth-factors / plasma-reiche Wachstumsfaktoren) zur Beschleunigung von Heilungsprozessen genutzt. Wir wenden es beispielsweise beim Aufbau von Kieferknochensubstanz vor der Implantation oder zur Förderung der Implantateinheilung an.

Die Vorteile von PRGF:

  • Heilungsprozesse und damit die Genesung werden gefördert,
  • Risiken von Wundinfektion und Komplikationen verringert,
  • Schmerzen und Beschweren reduziert, die Behandlung verläuft angenehmer.

So funktioniert PRGF

Bei Verletzungen setzt der menschliche Körper bestimmte Wachstumshormone in die Blutbahn frei. Vor dem geplanten Eingriff entnehmen wir Ihnen ein wenig Blut. Das mit Wachstumshormonen angereicherte Blutplasma wird im Labor in einer Zentrifuge vom restlichen Blut getrennt und ist dann „einsatzbereit“.

Entfernung von Weisheitszähnen

Die Weisheitszähne treten von allen Zähnen als letzte hervor – meist im Alter ab etwa 18 Jahren. Ist der Kiefer groß genug und wachsen die Weisheitszähne gerade heraus, können sie problemlos verbleiben. Oft finden sie allerdings nicht genügend Platz. Wenn sie zu Entzündungen führen oder die Wurzeln der Nachbarzähne beschädigen können, müssen die Weisheitszähne unter Umständen entfernt werden. Wir wenden dazu moderne, schonende Verfahren an.

Weisheitszähne als Ersatz von Backenzähnen

In einigen Fällen kann ein Weisheitszahn als Ersatz für einen fehlenden Backenzahn dienen. Der Weisheitszahn wird dann in das Zahnfach des Backenzahns eingesetzt. Diese Zahntransplantation führen wir ebenfalls in unserer Praxis durch.

Wurzelspitzenresektion

Eine Wurzelspitzenresektion ist gelegentlich notwendig, wenn eine vorherige Wurzelkanalbehandlung nicht den gewünschten Erfolg gezeigt hat. Auch wenn eine Entzündung im Zahninneren sich bereits zu weit in den Kieferknochen an der Wurzelspitze ausgebreitet hat, kann sie durchgeführt werden.

Bei der Wurzelspitzenresektion werden einige Millimeter der Wurzelspitze und umliegendes entzündetes Gewebe entfernt. Wir setzen dazu die schonende Piezosurgery® ein. Der Wurzelkanal wird anschließend von der Wurzelspitze aus sorgfältig gereinigt und wieder verschlossen (retrograde Füllung). In der Regel heilt die Entzündung anschließend aus und der Zahn kann weiter erhalten bleiben.

Zahntransplantation

Wenn ein Zahn fehlt, ist nicht in allen Fällen ein Zahnersatz notwendig. Gelegentlich kann ein anderer Zahn an seine Stelle verpflanzt werden. Relativ oft ist dies bei Weisheitszähnen möglich, wenn ein Backenzahn fehlt.

Die Vorteile der Zahntransplantation:

  • Wenn der transplantierte Zahn anwächst und der Nerv vital bleibt, ist der Zahn genauso belastbar und natürlich wie die übrigen Zähne.
  • Wir können auf einen Zahnersatz im jungen Lebensalter verzichten.

Die Bedingungen für den Eingriff:

  • Die Zahnwurzel darf noch nicht komplett ausgewachsen sein. Daher können die Zähne nur im Kindesalter bzw. die Weisheitszähne bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen transplantiert werden.
  • Im Kieferknochen muss an der entsprechenden Stelle genügend Platz für den transplantierten Zahn sein. Das überprüfen wir mit einem Röntgenbild. Gegebenenfalls kann das Zahnfach, in dem die Zahnwurzel im Kieferknochen sitzt, vorsichtig vergrößert werden.

Zahnfleischtransplantation

Mit einer Zahnfleischtransplantation können wir zurückgegangenes Zahnfleisch ersetzen. Die Ursachen für das Zurückweichen der Zahnfleischlinie sind verschieden, z. B. eine vorangegangene Parodontitis oder eine falsche Zahnputztechnik können es hervorrufen.

Das beeinträchtigt nicht nur das Aussehen – die Zähne wirken zu lang. Auch eine Überempfindlichkeit der Zähne oder eine Karies der Wurzeloberfläche sind oft die Folge.

Durch den kleinen chirurgischen Eingriff können wir die Funktion und die Ästhetik wiederherstellen. Die Voraussetzungen sind unter anderem entzündungsfreie Zahnfleischverhältnisse und eine sanftere Zahnputztechnik.